Bezirk muss seine “Dreckschleudern” entsorgen

Wenn Tempelhof-Schöneberg beim Umweltschutz wirklich vorbildlich handeln will, muss es sich endlich von den „Dreckschleudern“ im eigenen Fahrzeug- und Maschinenpark trennen. Das meinte der bündnisgrüne Bezirksverordnete Ulrich Hauschild und wollte als ersten Schritt vom Bezirksamt wissen, wie viele umweltbelastende Dieselmotoren im Auftrag des Bezirksamtes unterwegs sind und was es kosten würde, den Fuhrpark so umzurüsten, dass er der Euronorm 6 entspricht.

Die Antwort der zuständigen Stadträtin Christiane Heiß, ebenfalls Grüne, machte klar: Hier wartet auf den Bezirk eine Herkulesaufgabe. Von den 34 Arbeitsmaschinen des Garten- und Grünflächenamtes erfüllt gerade eine die Vorgaben der Euronorm 6 und wie bei den eingesetzten Pkw und Lkw liegt das Durchschnittsalter dieser Maschinen bei mehr als 15 Jahren. Der Investitionsbedarf allein in diesem Bereich liegt bei über vier Millionen Euro.

Ulrich Hauschild: „Die verfehlte Sparpolitik und der damit von früheren Senatskoalitionen aufgebaute Investitionsstau ging auch eindeutig zu Lasten der Umwelt. Die hohen Kosten dürfen jetzt aber kein Hindernis mehr sein, die erforderlichen Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen. Denn sonst droht uns die Situation, dass der Bezirk seine veralteten Fahrzeuge und Maschinen nach den Umwelt-Vorgaben der Europäischen Union und den Gesetzen eines Tages vielleicht nicht mehr einsetzen darf.”

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