Die „Werkstatt“ gegen Drogensucht muss weiter machen

Das Jobcenter will die Finanzierung der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für „Die Werkstatt“ nicht weiter verlängern. Damit droht dieser Arbeit des Notdienstes für Suchtmittelgefährdete im Schöneberger Norden das Aus. Deshalb fordern die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung: Das Bezirksamt soll sich gegenüber den Entscheidungsträgern in der Arbeitsagentur und anderen zuständigen Stellen dafür stark machen, dass die „Werkstatt“ ihre bisherige erfolgreiche Tätigkeit fortsetzen kann.

Zu dieser Tätigkeit gehörte beispielsweise auch, dass die „Werkstatt“-Mitarbeiter, ehemalige Drogenabhängige und Langzeitarbeitslose, beschäftigt als so genannte Ein-Euro-Jobber, zweimal in der Woche von ihrem Standort in der Nollendorfstraße auszogen, um Straßen und Plätze der Umgebung zu säubern und den Abfall zu ordnungsgemäß zu entsorgen. Ganz besonders im Blickfeld dabei: Die Spielplätze des Kiezes, die immer wieder von Spritzbestecken und anderen Drogenutensilien gereinigt werden müssen. Damit führte die „Werkstatt“ ihre Beschäftigten nicht nur in einen geregelten Arbeitsalltag zurück, sondern leistete im Interesse der gesamten Anwohnerschaft einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Schönebergere Norden.

Der grüne Bezirksverordnete Bertram von Boxberg: „Es ist völlig klar, dass die Regeln, nach denen die Jobcenter solche Maßnahmen finanzieren, nicht einfach außer Kraft gesetzt werden können. Aber ebenso klar scheint es, dass wir bei einem Aus für die Werkstatt über kurz oder lang nicht nur auf unseren Spielplätzen wieder Zustände haben werden, die niemand will. Bei einem so wichtigen Projekt, von dem ein ganzer Stadtteil profitiert, müssen sich und Mittel und Wege einer langfristigen gesicherten Finanzierung finden lassen.“

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