Equal Pay Day 2017

Arbeitgebende schreiben sich Gleichbehandlung groß auf die Fahne. Aber beim Geld hört der Spaß dann auf. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt nach wie vor rund 21 Prozent weniger als Männer. Das heißt konkret: Frauen müssten rund zweieinhalb Monate länger im Jahr arbeiten als Männer, um das gleiche Gehalt zu bekommen. Damit finden wir uns nicht ab!

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage und das Datum des EPD, den 18. März 2017. Wir haben diesen Tag zum Anlass genommen, thematische Postkarten zusammen mit Schokotalern an Passant*innen im Bezirk zu verteilen. Damit weisen wir auf die Ungerechtigkeit der ungleichen Bezahlung hin.

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit – das ist nach wie vor nicht selbstverständlich. Um diese Forderung durchzusetzen, brauchen wir gesetzliche Regelungen. Wir fordern ein Entgeltgleichheitsgesetz, das auch für kleine Betriebe gilt und Transparenz schafft. So können Tarifverträge und Vereinbarungen auf Diskriminierung hin überprüft werden. Und wir brauchen ein Verbandsklagerecht, damit Frauen nicht alleine gegen ihre Arbeitgebenden klagen müssen.

Schließlich setzen wir uns für die Aufwertung und bessere Bezahlung von typischen Frauenberufen, wie Kindererziehung oder Altenpflege, ein. So kann Lohnungleichheit wirklich bekämpft werden.

Santina Wey, anlässlich des Equal Pay Days am 18. März 2017, Kreisvorstand BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Tempelhof-Schöneberg

 

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