Gesundheit für Familien fördern – endlich auch „Bewegte Winterspielplätze“ in Tempelhof-Schöneberg

Astrid Bialluch-Liu

Der erste Schritt ist getan. Dem Prüfantrag der grünen Fraktion, das überaus erfolgreiche Kooperationsprojekt „Bewegte Winterspielplätze“ aus Spandau nach Tempelhof-Schöneberg zu holen, wurde im Sportausschuss parteiübergreifend grundsätzlich zugestimmt. Nun muss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nur noch der Beschlussempfehlung des Sportausschusses folgen, damit das Bezirksamt die Übertragbarkeit des Projektes auf Tempelhof-Schöneberg prüfen kann.

Es handelt es sich bei diesem seit 2012 in Spandau bestehenden Projekt um eine Kooperation zwischen der Politik, der Medizin und dem Sport. Mediziner schlugen damals Alarm, weil vermehrt Kinder aufgrund motorischer Defizite verunfallten. Laut einiger Studien wurde ein Zusammenhang zwischen sozialem Status und motorischer Entwicklung sowie der Neigung zu Übergewicht festgestellt.  Gerade im Winter, wenn die Kinder kaum draußen spielen und noch mehr Zeit vor ihren Computern und Smartphones verbringen, ist es wichtig, ein Angebot für Familien zu schaffen, die sich keine Sportvereine und Indoorspielplätze leisten können. In Spandau haben die Kinder und ihre Familien in den Wintermonaten sonntagnachmittags in inzwischen acht Sporthallen die Möglichkeit, kostenlos zu turnen und zu toben. Dort werden sie von erfahrenen Übungsleitern aus den Vereinen betreut. Die Eltern sind aber weiterhin verpflichtet, vor Ort zu bleiben, so dass auch noch die Eltern-Kind Bindung verstärkt und der Spaß an der Bewegung für die ganze Familie wieder entdeckt werden kann.

Dieses Projekt wurde vor kurzem sogar mit dem Zukunftspreis des Landessportbundes (LSB) ausgezeichnet. Die grünen Antragstellerinnen Astrid Bialluch-Liu und Martina Zander-Rade: „Wir sind zuversichtlich, dass schon in diesem Winter die ersten Tempelhof-Schöneberger Kinder sich auf einem „bewegten Winterspielplatz“ austoben können.“

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