Grüne fordern „mobiles Badezimmer“ für die Obdachlosen

Eines der größten Probleme der wachsenden Zahl von Obdachlosen: fehlende Waschmöglichkeiten und ein auch gesundheitsgefährdender Mangel an Hygiene. Wärmestuben und im Winter zusätzlich bereit gestellte Notquartiere können kaum und allenfalls kurzfristig Abhilfe schaffen. Darum fordern die Grünen und die SPD gemeinsam in der Bezirksverordnetenversammlung: Tempelhof-Schöneberg braucht ein „Badezimmer auf Rädern“.

Das Land Berlin plant derzeit ein Modellprojekt mit einem solchen mobilen „Badezimmer“ und an diesem Versuch sollte sich gerade ein Innenstadtbezirk wie Tempelhof-Schöneberg unbedingt beteiligen, meint die bündnisgrüne Bezirksverordnete Annabelle Wolfsturm. Bei diesem Modellprojekt wird das „Badezimmer auf Rädern“ ganzjährig und regelmäßig an verschiedenen zentralen Standorten den Obdachlosen für ihre Körperpflege zur Verfügung stehen.

Annabelle Wolfsturm: „Ausreichende Körperpflege ist eine Lebensnotwendigkeit, der die obdachlosen Menschen weder in Bahnhofstoiletten noch in den kostenpflichtigen City-Toiletten hinreichend nachgehen können. Der Einsatz von einem oder besser noch mehreren rollenden Badezimmern nach dem Vorbild anderer großer Städte ist darum auch in Berlin und gerade unserem Bezirk dringend geboten.“

Verwandte Artikel