Kommunalpolitik für Jugendliche erfahrbar machen

Auch wenn Jugendliche schon ab 16 Jahren bei den Wahlen über die Zusammensetzung der Kommunalparlamente mitentscheiden können: In den Bezirksverordnetenversammlungen sind junge Menschen eindeutig unterrepräsentiert. Unsere BVV-Fraktion möchte das ändern und mit einem Planspiel mehr Jugendliche für ein Engagement in der Kommunalpolitik begeistern. Ein Vorschlag, wie das umgesetzt werden könnte, liegt aktuell dem Jugendhilfeausschuss vor.

So soll es funktionieren: Jugendliche schlüpfen in die Rolle der Bezirksverordneten, formulieren Anträge zu Themen, die ihnen auf den Nägeln brennen und lernen, wie sie sich mit der Verwaltung auseinandersetzen, wie sie Bündnispartner*innen finden und Widerstände überwinden, um ihr Anliegen durchzusetzen. Über solche praktischen Erfahrungen lassen sich Jugendliche für eine Mitarbeit in der Kommunalpolitik gewinnen.

Unsere Bezirksverordnete Lea Schiefelbein: „Wollen junge Menschen ihre Meinung repräsentiert sehen in der Welt von morgen, müssen sie heute Teil des Prozesses sein.“

Mit ihren 22 Jahren weiß Lea wovon sie spricht: Sie ist selber die jüngste Bezirksverordnete in der BVV Tempelhof-Schöneberg. Im Interview mit der Berliner Woche berichtet sie, wie das ist, wenn man als junge Bezirksverordnete schonmal als Praktikantin abgestempelt wird oder auf der Redeliste weit hinten landet. Damit junge Menschen in der Kommunalpolitik gehört werden, braucht es mehr Personen wie Lea, die sich neben Studium und Arbeit ehrenamtlich in der BVV engagiert!

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